Welche Anforderungen stelle ich an meinen zukünftigen Cane Corso?

 

Möchte ich einen reinen Familienhund oder plane ich eventuell auszustellen oder gar selbst zu züchten? Möchte ich eventuell meinen Hund im Hundesport führen?

 

Der Cane Corso ist zur Zeit leider keine homogene Rasse. Viele Hunde entsprechen nicht dem Rassetyp und wir sehen immer mehr Boxer oder Bullmastifftypen oder das krasse Gegenteil: Windhund- Verschnitte mit aufgezogenem Rücken und eingezogener Rute! Der Cane Corso ist kein brachzephaler Hundetyp. Betonter Vorbiss, runde Köpfe und zurückgesetzte Nasen mögen auf viele niedlich wirken, entsprechen aber bei einem Cane Corso nicht dem Rassestandard.

 

Viele Hunde weisen erhebliche anatomische Mängel auf. Karpfenrücken und steile Hinterhand sind nicht nur optisch nicht schön, sondern bringen auch oft ernste Probleme mit dem Bewegungsapparat und Einschränkungen in der Funktionalität mit sich. Eine schlecht gewinkelte Hinterhand geht oft mit kurzen Bändern einher und Kreuzbandrisse können daraus resultieren.

 

Aufgezogene Rücken sind oft gekoppelt mit Wirbelsäulenerkrankungen und bringen nicht selten Bandscheibenprobleme mit sich, da eine Fehlbelastung der Wirbelsäule hier auf Dauer ihren Tribut fordern.

 

Auch darf das Wesen nicht außer Acht gelassen werden. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass extrem ängstliches oder aggressives Verhalten in einigen Linien verbreitet ist und vererbt wird. Schauen Sie sich die Elterntiere ihres zukünftigen Hundes in der Gesamtheit an. Stellen Sie sich so ihren künftigen Cane Corso vor?

 

Augen auf beim Welpenkauf

 

Besuchen Sie die Zuchtstätte am besten noch bevor die Welpen geboren sind. Oft sind die Welpen eine Ablenkung und Sie würden vielen Details, im Angesicht der niedlichen Welpen, keine Beachtung schenken.

 

Lassen Sie sich die zukünftigen Elterntiere zeigen, wobei der Rüde nicht immer vor Ort ist. Die Hunde sollten sich niemals ängstlich, unsicher oder sogar aggressiv zeigen.

 

Erkundigen Sie sich nach den Röntgenergebnissen der Elterntiere. Nimmt ein Züchter eine HD B/HD C Verpaarung vor, lassen Sie sich vom Züchter erläutern, warum er denkt, dass aus dieser Verpaarung HD-freie Hunde hervorgehen. Denn das sollte das Ziel sein.

 

Zeigen die Hunde ein gutes Sozialverhalten und haben sie einen guten Bezug zum Züchter?

 

Bietet der Züchter Ihnen an, die Welpen mehrfach zu besuchen?

 

Interessiert sich der Züchter für ihre Wohnverhältnisse, Arbeitszeiten, Hundeerfahrung etc.?

 

Nimmt sich der Züchter die Zeit Ihnen alle Fragen zu beantworten?

 

Zeigt der Züchter Ihnen auf Nachfrage alle Gesundheitsuntersuchungen oder stellt sie öffentlich zugänglich auf seiner Website zur Ansicht?

 

Nehmen sie sich Zeit IHREN Züchter zu finden, schliesslich suchen sie einen vierbeinigen Gefährten für die nächsten 10-12 Jahre!

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